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Wenn Gottes Weg schwer wird: Bin ich trotzdem auf dem richtigen Weg?

Merle Ranft5 Min. Lesezeit

„Die Wege mit Gott sind echt nicht immer einfach. Mache ich das richtig? Bin ich da auf dem richtigen Weg?“ Diese Frage bekommen wir immer und immer wieder – und dahinter steckt eine zweite: Ist es Gottes Wille, wenn es schwer ist?

Der Weg, auf den du dich von Gott gerufen fühlst, fordert dich heraus. Er ist anstrengend. Kann das überhaupt richtig sein? Ist das so gedacht?

Die kurze Antwort: Ja, das kann durchaus so sein. Und es ist sogar ganz normal.

Warum sich ein schwerer Weg so falsch anfühlt

Ich weiß, das ist in unserer Gesellschaft eine blöde Ansage. Man könnte sie auch eine Spaßgesellschaft nennen. Es geht meistens darum: Was gefällt mir? Worauf habe ich Lust? Was Spaß macht, davon bitte mehr. Was keinen Spaß macht, bitte vermeiden.

Das ist total verständlich. Es ist menschlich. Aber es führt zu nichts.

Dabei ist es eigentlich klar: Alles, was wir neu anfangen, ist erst einmal ein bisschen anstrengend. Und erst recht fordert es uns heraus, wenn wir uns an Gottes Maßstäben orientieren. Er ist so viel größer als wir, so viel höher. Seine Wege sind größer als wir und führen weiter aus unserer Komfortzone hinaus. Natürlich fordert uns das heraus.

Was passiert, wenn du nur noch tust, was Spaß macht

Stell dir das ganz praktisch vor. In deinem Alltag gibt es immer Momente, die dir keinen Spaß machen. Oder stehst du morgens auf und sagst: Yeah, ich darf mein Bett machen? Wahrscheinlich nicht. Aber du tust es trotzdem.

Lass uns das einmal überspitzt durchdenken. Du vermeidest alles, was dich herausfordert. Ich habe heute keine Lust, die Zähne zu putzen – lasse ich. Keine Lust, Wäsche zu waschen – lasse ich. Keine Lust, mich gesund zu ernähren, keine Lust auf Sport – lasse ich.

Das geht vielleicht ein, zwei Tage gut. Und dann landest du im Chaos. Die Wäsche ist nicht mehr ordentlich, du bist nicht mehr ordentlich, alles verlottert.

In jedem Bereich unseres Lebens ist offensichtlich, dass Dinge auch mal blöd sein können, herausfordernd, anstrengend. Und ausgerechnet wenn wir Gott folgen, fragen wir fast schon moralisch: Ist das überhaupt richtig? Ja, klar. So ist das Leben nun mal.

Wie wir früher harte Phasen durchgestanden haben

Ein Beispiel aus unserem Business. Oli und ich haben als Unternehmer gesagt: Wir wollen ein Business gründen, sichtbar werden, erfolgreich sein und damit auch viel Geld verdienen. Damals waren wir noch nicht mit Jesus unterwegs. Wir haben uns einfach Ziele gesetzt – wie das Business laufen soll, welche Umsätze wir wollen.

Und um diese Ziele zu erreichen, waren wir bereit, harte Phasen durchzugehen. An uns arbeiten. Dinge in Heilung bringen, Dinge loslassen, Glaubenssätze hinterfragen. Diese ganze innere Arbeit ist nicht einfach. Oder sichtbar werden – das war aufregend. Aber wir haben gesagt: Durch diese Widerstände gehen wir durch, weil wir das Ergebnis wollen, ein erfolgreiches, florierendes Business.

Im Sport ist es genauso. Wenn du ein Ziel hast, das du attraktiv findest, bist du bereit, blöde Phasen zu überstehen und Widerstände zu überwinden.

Wachstum braucht einen Reiz

Wege werden schwierig, wenn wir Ziele erreichen wollen – weil wir wachsen. Und Wachstum bedeutet immer Veränderung. Es braucht einen Reiz, der uns wachsen lässt, und dieser Reiz ist meistens ungewohnt. Er fordert uns heraus und führt uns aus der Komfortzone. Das ist das ganz Normale.

Mit Jesus setzt ein anderer die Ziele

Wenn wir mit Jesus unterwegs sind, verändert sich etwas Entscheidendes: Die Ziele setze nicht mehr ich. Die setzt Gott.

„Herr, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“ Das heißt: Wir orientieren uns daran, was Gottes Wille ist, was seine Ordnung ist, was er für mich vorbereitet und in mein Leben hineingelegt hat. Ganz überspitzt gesagt sind das die Ziele eines Dritten.

Und da ist es logisch, dass noch mehr Widerstand kommt. Ein eigenes Ziel hast du dir selbst gesetzt, weil du es attraktiv findest. Dafür gehst du durch schwierige Phasen. Wenn aber Gott das Ziel setzt – mit seiner Ordnung, seinem Wort, seinen Prinzipien –, dann musst du dich mit ihm so tief verbinden, dass er selbst dein Antrieb wird.

Ganz klar: Wir müssen Gott lieben. Sonst würden wir ihm nicht folgen. Sonst würden wir unseren Willen, unsere Wünsche und die Vorstellungen, die wir vom Leben hatten, nicht unterordnen und sagen: Herr, dein Wille geschehe. Forme du mich, forme mein Leben, gebrauche mich für deinen Willen.

Das ist ein härteres Level. Du stehst an zwei Stellen vor einer Herausforderung: Du musst Widerstände auf dem Weg überwinden – und du musst dich überhaupt erst unter Gottes Willen stellen und seine Ziele zu deinen machen. Deshalb ist es völlig verständlich, dass du fragst, ob das wirklich von Gott kommt.

Das Kreuz und das leichte Joch

Die Bibel sagt an mehreren Stellen, dass Nachfolge etwas kostet:

Matthäus 16,24: „Wenn jemand mein Jünger sein will, dann muss er sich selbst verleugnen, er muss sein Kreuz aufnehmen und mir folgen.“

Das klingt schon danach, dass es herausfordernd werden könnte. Gleichzeitig verspricht Jesus:

Matthäus 11,30: „Denn mein Joch trägt sich gut und meine Last ist leicht.“

Er unterstützt uns, segnet uns und führt uns, solange wir wirklich mit ihm unterwegs sein wollen. Nachfolge ist eine große Sache. Sie fordert uns heraus – unser Fleisch, uns als Menschen und logischerweise auch unser Umfeld. Deshalb macht es auch nicht jeder. Aber wenn wir dem Höchsten folgen und seinen Willen umsetzen wollen, lohnt es sich, durch diese Widerstände zu gehen.

Was du auf dem schweren Weg gewinnst

Wenn du dich Gott im besten Sinne unterordnest, bekommst du Anteil an seinem übernatürlichen Frieden. Du läufst in seinem Frieden, du bist immer mehr in seiner Klarheit unterwegs. Du spürst: Krass, mein Leben verändert sich. Es kommt immer mehr Ordnung hinein, mehr Klarheit, mehr Stabilität. Es fühlt sich gesünder und kraftvoller an, weil Gott anfängt, dich zu führen.

Und du bist damit nicht allein. Jeder, der sich entscheidet, Jesus nachzufolgen, kennt diese Herausforderung. Wenn du das weißt, kannst du dich darauf einstellen – und die Stolperfalle erkennen, die wir uns selbst bauen: „Das ist gerade so anstrengend, das kann gar nicht von Gott kommen.“ Doch, doch. Das ist normal.

Gott ist an deiner Seite. Das ist das Allererste. Und er hat uns auf Gemeinschaft ausgerichtet: Als Leib Christi dürfen wir uns gegenseitig stärken, ermutigen, Zeugnisse teilen und Erfahrungen weitergeben.

Macht es das angenehmer? Nein. Lohnt es sich trotzdem, da durchzugehen? Absolut.

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Häufige Fragen

Kann ein Weg von Gott sein, wenn er anstrengend ist?

Ja. Alles, was uns wachsen lässt, fordert uns heraus – und Gottes Wege sind größer als wir und führen oft aus unserer Komfortzone. Dass etwas schwer ist, ist kein Beweis, dass es nicht von Gott kommt.

Warum ist Nachfolge schwerer als eigene Ziele zu verfolgen?

Eigene Ziele hast du dir selbst ausgesucht, deshalb nimmst du Widerstände in Kauf. In der Nachfolge setzt Gott die Ziele. Du musst also nicht nur Widerstände überwinden, sondern auch deinen Willen unter seinen stellen – und das geht nur aus Liebe zu ihm.

Was gewinne ich, wenn ich den schweren Weg mit Gott gehe?

Du bekommst Anteil an Gottes Frieden. Es kommt immer mehr Ordnung, Klarheit und Stabilität in dein Leben, weil Gott anfängt, dich zu führen. Angenehmer wird der Weg dadurch nicht – aber er lohnt sich.

Du kennst Jesus – und möchtest ihm wirklich nachfolgen?

Dann komm zu uns in „DIVINE Connect – Die Gruppe“. Dort begleiten wir dich mit biblischen Impulsen, praktischer Zurüstung und ehrlichen Fragen, die deinen Glauben vom Wissen ins Leben bringen – gemeinsam mit Menschen, die ebenfalls konsequent mit Jesus wachsen wollen.

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